08.08.2006 / Inland / Seite 2

»Wobei hätten wir der Motor sein können?«

Kritik an mangelnden Aktivitäten gegen den Libanon-Krieg. Ein Gespräch mit Sevim Dagdelen

Wera Richter

Sevim Dagdelen ist Bundestagsabgeordnete der Fraktion Die Linke und Sprecherin für Migrations- und Integrationspolitik

Laut Berliner Zeitung haben Sie kürzlich die deutsche Friedensbewegung im Zusammenhang mit dem Libanon-Krieg kritisiert. Inwiefern?

Sie scheint sich dem Stillschweigen der Bundesregierung angeschlossen zu haben und ist auf der Straße kaum zu sehen. Im Libanon finden zur Zeit massive Menschen- und Völkerrechtsverletzungen statt. Deutschland und andere westeuropäische Länder wollen gern Wächter über die Menschenrechte in der Welt sein. Dann sollen sie sich jetzt auch bemerkbar positionieren.

Ihnen wird die Formulierung vorgeworfen, die Friedensbewegung müsse sich entscheiden, ob sie sich weiter duckt oder ob sie gegen Israel aufsteht. Haben Sie das so gesagt?

Nein, ich erklärte, daß sich die Friedensbewegung nicht von Antideutschen einschüchtern lassen soll. Wenn sie gegen einen Krieg, der offensichtlich von der israelisc...


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