28.07.2006 / Ausland / Seite 3

In der eigenen Falle

Bombardierung des Libanon brachte Israel nicht den angestrebten Zielen näher

Rainer Rupp
Das Gefecht um das eher unbedeutende Dörfchen Bint Dschbail am Mittwoch knapp zwei Kilometer von der israelischen Grenze im Südlibanon, dürfte sich als der verlustreichste Tag in der Geschichte der israelischen Streitkräfte herausstellen. Zugleich unterstreicht die Episode nicht nur die Kampfkraft der Hisbollah, sondern auch, wie sehr der israelische Nachrichtendienst, der als besonders effizient gilt, in bezug auf Fähigkeiten, Bewaffnung und Organisation der Hisbollah versagt hat. In ersten israelischen Meldungen war von neun Toten die Rede, Soldaten und Offizieren der als Elitetruppe bekannten »Golani Brigade«. Spätere Berichte sprachen von zwölf Toten an einem einzigen Tag. Die Nachricht war für die Israelis ein Schock, waren sie doch bisher gewöhnt, mit so gut wie keinen eigenen Verlusten ganze Armeen arabischer Staaten gleichzeitig zu vernichten.

Im Hinterhalt

Laut Berichten aus Israel begann der Vorstoß der »Golanis«, unterstützt von Fallschirmjäge...

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