07.06.2006 / Ausland / Seite 3

Ende des alten Spiels

Was ist gut für Israel? Mit der Hamas-Regierung müssen erstmals die Interessen der Palästinenser berücksichtigt werden

Tanya Reinhart
Die Hamas-Regieurng muß nicht nur anerkannt werden, weil dies gut für Israel wäre, wie der ehemalige Mossad-Chef Ephraim Halevy kürzlich argumentiert hat, sondern weil dies nach allen Kriterien der Gerechtigkeit und des internationalen Rechts der richtige Schritt wäre. Trotz Widerspruchs aus Israel hatten die USA und Europa beschlossen, dem palästinensischen Volk die Möglichkeit zu geben, demokratische Wahlen abzuhalten. Diese Wahlen waren nach einem Bericht von Jimmy Carter in der International Herald Tribune ehrlich, fair, kämpferisch, gewaltfrei und erbrachten ein Ergebnis, das von Gewinnern wie Verlierern akzeptiert wurde. Dies waren von den 62 Wahlen, die das Carter-Center bis dahin verfolgt hatte, mit die besten, insoweit sie den Willen der Bevölkerung zum Ausdruck brachten.

In einer gerechten und vernünftig geordneten Welt wäre es undenkbar, daß einer auf diese Weise gewählten Regierung die Berechtigung abgesprochen würde, weil die Entsc...

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