27.01.2006 / Ansichten / Seite 8

Falsch gewählt

Wachablösung in Palästina

Werner Pirker
Die Reaktion aus Washington läßt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig: Die Palästinenserinnen und Palästinenser haben die falsche Wahl getroffen. Dabei hatte die Bush-Administration vor den Wahlen noch den Eindruck zu vermitteln versucht, allein die Tatsache, daß in den palästinensischen Autonomiegebieten gewählt werden kann, sei als Erfolg der US-amerikanischen Demokratieoffensive in Nahost zu werten. Doch als wirklich demokratisch werden Wahlen von der »demokratischen Führungsmacht« nur dann anerkannt, wenn das Ergebnis ihren Erwartungen entspricht.

Eine 100000-Dollar-Wahlkampfspende an die Fatah sollte den US-amerikanischen Vorstellungen von Demokratie für Palästina Nachdruck verleihen. Doch Palästina ist nicht Georgien. Dort haben Gelder aus Washington eine abschrecken...

Artikel-Länge: 2470 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe