02.12.2005 / Ansichten / Seite 8

Elefantenhochzeit

Israel: Peres schließt sich Scharon-Partei an

Werner Pirker

Der Sensationstransfer ist perfekt. Schimon Peres, vor kurzem noch Vorsitzender der Arbeitspartei, verließ das Lager, dem er 48 Jahre angehört hat, und wechselte zur neuen Scharon-Partei, die den sozialdemokratisch anmutenden Namen »Vorwärts« (Kandima) trägt. Peres dürfte ablösefrei zu haben gewesen sein.

Wirklich überraschend kam dieser spektakuläre Vereinswechsel nicht. Peres ist schon lange ein politischer Weggefährte Scharons. Vor Jahren mag es noch so geschienen haben, als würden die beiden Politiker einander ausschließende Vorstellungen verfolgen. Peres, der als einer der Hauptakteure des Oslo-Prozesses mit dem Friedensnobelpreis belohnt worden war, und Scharon, der als »Held der Siedler« diesen Prozeß nach Kräften hintertrieb. Doch der Unterschied zwischen dem »Verständigungspolitiker« und dem Bezwinger des Tempelberges war nicht so groß, wie es den Anschein...

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