13.08.2005 / Wochenendbeilage / Seite 15 (Beilage)

Atomare Diplomatie

Neue Quellenedition zu den Atombombenabwürfen über Hiroshima und Nagasaki

Nick Brauns

War der Einsatz von Atomwaffen die einzige Alternative, um eine für die US-Truppen verlustreiche Invasion Japans zu vermeiden? Handelte es sich schon um »atomare Diplomatie« zur Einschüchterung der Sowjetunion? Diese und weitere seit langem in der Forschung präsente Fragen werden auch anläßlich des 60. Jahrestages der Atombombenabwürfe über Hiroshima und Nagasaki kontrovers diskutiert.

Eine am 5. August veröffentlichte Online-Quellenedition des National Security Archive der George-Washington-Universität bietet die Möglichkeit, sich ein eigenes Bild zu machen. Das National Security Archive hat sich die Veröffentlichung wichtiger Regierungsdokumente zur Aufgabe gemacht, deren Sperrfrist durch den Freedom of Information Act aufgehoben wurde.

76 Primärquellen geben Aufschluß über die Vorgeschichte der Atombombenabwürfe, deren Folgen und das Kriegsende im Pazifik. Neben Schriftstücken aus dem Manhattan-Projekt – so die Tarnbezeichnung zur Entwicklung d...



Artikel-Länge: 8454 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe