28.07.2005 / Inland / Seite 3

Lieber klein, aber fein

Die etwas radikalere Linke und die Linkspartei: Wer sich nur noch als Lobbyist für Migranten sieht, kann mit Lafontaine nicht glücklich werden

Jürgen Elsässer

Je besser die Umfragewerte für die Linkspartei werden, um so steifer sitzt die etwas radikalere Linke auf der Stuhlkante und blickt stumm auf dem ganzen Tisch herum. Was soll aus dem Neugeborenen bloß werden, wenn es jetzt schon so groß ist? Wächst da, angesichts der ungeklärten Familienverhältnisse im Hause Gysi/Lafontaine, nicht ein Bastard heran? Hoffentlich spielt er nicht mit Arbeitern und anderen Schmuddelkindern. Am besten, wir lehren das Riesenbaby erst einmal das Multi-Kulti-ABC.

So oder so ähnlich müssen die Leute gedacht haben, die Anfang Juli einen offenen Brief an PDS und WASG lancierten (siehe jW vom 2. Juli). Bis zum gestrigen Mittwoch zierten ihn stolze 282 Unterschriften, darunter die von sämtlichen Infoläden und Flüchtlingsinitiativen zwischen Flens- und Ravensburg und, mit Ausnahme von Oliver Tolmein, von so ziemlich allen Journalisten, die sich im Kampf gegen die deutsche Grammatik und andere Formen des Rechtspopulismus Verdienste e...

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