23.07.2005 / Ausland / Seite 7

Scharon auf Kriegspfad

Premier erklärt jüdische Siedlungen im Westjordanland »für alle Zeit« zum Teil Israels. US-Außenministerin Rice im Nahen Osten unterwegs

Raoul Wilsterer

Von einer »historischen Entscheidung« sprach US-Außenministerin Condoleezza Rice am Freitag in Israel. Sie meinte damit den für Mitte August vorgesehenen Abzug der jüdischen Siedler aus dem palästinensischen Gazastreifen. In den Nahen Osten hatte sie sich vorgeblich begeben, um zur »Rettung des Waffenstillstands zwischen Israelis und Palästinensern« – so die Agentur AP - beizutragen. Wie verlautete, hat sie am Donnerstag abend mit dem israelischen Außenminister Silvan Schalom beraten. Am Freitag morgen dann reiste sie nach einem kurzen Gespräch mit Ministerpräsident Ariel Scharon nach Beirut weiter. Dort wollte sie die Gelegenheit wahrnehmen, das »libanesische Volk zu seinem unglaublichen Wunsch nach Demokratie« zu beglückwünschen, so Rice.

Ob sie der israelischen Demokratie die von Tel Aviv geforderten zwei Milliarden Dollar gewährte, wurde nicht bekannt: Eben diese Summe hatte Scharon von den USA »erbeten«, um die Umsetzung seiner Gazapl...

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