22.07.2005 / Ansichten / Seite 2

»Katholische Folklore mit öffentlichem Geld«

Papst-Event in Köln wird vorwiegend vom Steuerzahler finanziert. Zahlreiche Gegenveranstaltungen geplant. Ein Gespräch mit Michael Schmidt-Salomon

Peter Wolter

* Dr. Michael Schmidt-Salomon ist Geschäftsführer der »Giordano-Bruno-Stiftung« zur »Förderung des evolutionären Humanismus«. Er ist Mitorganisator der Gegenveranstaltungen zum katholischen Weltjugend in Köln (15. bis 21. August)

F: Der Papst und zahllose Pilger werden in drei Wochen zum Weltjugendtag in Köln erwartet. Religionskritische Organisationen machen mobil und rufen zu Gegenveranstaltungen auf. Was ist geplant?

Unter dem Motto »Religionsfreie Zone – Heidenspaß statt Höllenqual« bieten wir Lesungen, Diskussionen und Filmvorführungen an. Es wird auch eine lustige Demonstration geben. Die Kirche erwartet ja Heerscharen von Pilgern – und wir wollen mit unseren religionsfreien Zonen all jenen Asyl gewähren, die sich von dieser staatlich geförderten Frömmelei verfolgt fühlen.

F: An wen richten sich die Aktionen – an Nur-Gläubige oder an Kirchenmitglieder? Oder läuft das Ganze eher auf die Selbstbestätigung v...

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