22.03.2005 / Feuilleton / Seite 13

Angemessen hartgesotten

Geschwindigkeit der Träume: EZLN-Sprecher Subcomandante Marcos wird immer literarischer

John Ross

Man kann die zapatistische Rebellion im Süden Mexikos auch als einen seit elf Jahren andauernden Literaturworkshop betrachten. Und zwar geleitet von Subcomandante Marcos. Das Thema sind die indigenen Traditionen und die Kultur des revolutionären Kampfes. Das vergangene Jahr war in dieser Hinsicht äußerst produktiv. Marcos wartete mit über 30 neuen Episteln, Essays, Anklageschriften, Solidaritätsgrüßen und politischen Aufsätzen auf. Wie schon in den vergangenen elf Jahren erschien fast jede Schrift zuerst in der linken mexikanischen Tageszeitung La Jornada. Zu den Veröffentlichungen des Subcomandante gehörten die dreiteilige Serie »Die Geschwindigkeit der Träume« und eine weitere Serie mit dem Titel »Ein gelesenes Video«. In acht Folgen präsentierte Marcos dabei eine detaillierte Analyse des ersten Jahres der »Juntas de Buen Gobierno« (Juntas der Guten Regierung), die nun das autonome zapatistische Territorium verwaltet.

Zu Marcos' letztjährig...

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