22.02.2005 / Thema / Seite 10

»Invest in Germany«

Investitionen ohne Arbeitsplätze. Deutschland – ein bevorzugter Standort für Finanzinvestoren. Kurzer Verwertungszyklus, hohe Gewinnraten von 25 bis 40 Prozent (Teil I)

Werner Rügemer

Investitionen führen zu neuen Arbeitsplätzen und neuer Kaufkraft, so heißt es. Dieses Versprechen von Unternehmen und Staat, zugleich auch eine traditionelle gewerkschaftliche Hoffnung, erweist sich bei genauerem Hinsehen als illusionär. Während die öffentliche Aufmerksamkeit auf den Arbeitsplatzverlust durch »Abwanderung« deutscher Unternehmen ins Ausland gerichtet ist, betätigen sich ausländische Finanzinvestoren in Deutschland, die zur Vernichtung von Arbeitsplätzen und zur Absenkung der Einkommen der verbleibenden Beschäftigten beitragen.

Von der Regierung gefördert


In einem Umfang, der der Öffentlichkeit bisher nicht bewußt ist, fördert die Bundesregierung seit 1998 Anlagen ausländischer Investoren. Gerhard Schröder (SPD) hatte die Bundestagswahl 1998 mit dem Versprechen gewonnen, der Schaffung neuer Arbeitsplätze absolute Priorität einzuräumen. An dieser Zielsetzung sollte angesichts der ständig steigenden Zahl der Arbeitslosen seine Regi...


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