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22.01.2005 / Ansichten / Seite 8

»Unseriöse Statistiken über Angriffe auf Schwule«

Überfalltelefone sind erheblicher Kritik ausgesetzt. Latenter Rassismus gegen Moslems und Migranten. Ein Gespräch mit Michael Bunte

Markus Bernhardt

* Michael Bunte engagiert sich in Köln in der sexualpolitischen Vereinigung »wissenschaftlich-humanitäres komitee« (whk).

F: Das vom nordrhein-westfälischen Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) betriebene und mit Landesmitteln geförderte »Schwule Überfalltelefon Köln 19228« hat vorgeschlagen, als »präventive« Maßnahme gegen homophobe Gewalt in der Domstadt sollten muslimische Geschäfte mit Aufklebern signalisieren, daß in ihnen Schwule willkommen sind. Ist das ein böser Scherz?

Ich fürchte nein. Die von schwulen Aktivisten ursprünglich als Razzientelefone gegen Polizei- und Staatsgewalt gegründeten Überfalltelefone stehen, seit sie im politischen Mainstream angekommen sind, in erheblicher Kritik. Mit Hilfe unwissenschaftlicher, nicht annähernd kriminalwissenschaftlichen Anforderungen genügenden Statistiken und deren obendrein eigenwilliger Interpretation konstruieren die Betreiber in ihren Jahresberichten das Bild vom angeblich homophob...



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