03.12.2004 / Ansichten / Seite 8

Scharons Kalkül

Neue Karten im Nahost-Poker

Werner Pirker

Scharons erzreaktionäre Regierungskoalition ist zerbrochen. Nachdem der Premier den Ultraorthodoxen Zugeständnisse gemacht hatte, ließ ihn die laizistische »Russen«-Partei Schinui in Stich. Doch war dieses Regierungsbündnis ohnehin nicht mehr zu retten. Der Konflikt, der zu seiner Auflösung führte, hat sich eher zufällig ergeben. Die wirkliche Ursache der israelischen Regierungskrise liegt in der Opposition gegen Scharons Plans zum Rückzug aus dem Gazastreifen. Diese geht allerdings nicht von der Opposition aus, sondern vom eigenen Lager, insbesondere von Scharons Likud-Partei.

Im Konflikt zwischen der Partei und ihrem Vorsitzenden hat der letztere allerdings die besseren Karten. Denn er weiß die große Mehrheit der Bevölkerung hinter sich. Schließt er, wie es aussieht, mit der Arbeitspartei ein Regierungsbündnis, fände diese Mehrheit in Regierung und Parlame...

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