29.09.2004 / Ausland / Seite 7

»Den echten Antisemitismus erkennen«

Antizionisten sehen Umgestaltung Israels als Chance für Entspannung in Nahost

Asma Agbarieh

In Frankreich wie in der ganzen Welt nehmen antisemitische Erscheinungen zu: Hakenkreuze auf Grabsteinen, Explosionen in Synagogen und Angriffe auf Juden. Doch was Israel in erster Linie beunruhigt, ist der wachsende Kreis von Schriftstellern, Künstlern und Wissenschaftlern, unter ihnen auch Juden, die das israelische Vorgehen gegenüber den Palästinensern kritisieren.

Israel und seine Verteidiger nutzen die Gelegenheit, die ihnen die gegenwärtige Welle des Antisemitismus bietet, und versuchen, ihre Kritiker zu delegitimieren, indem sie sie in die gleiche Schublade stecken wie die Grabsteinschänder. Lawrence H. Summers, Präsident der Harvard-Universität, ehemaliger Staatssekretär im Finanzministerium Clintons und Verteidiger Israels, sagte am 17. September 2002: »Zutiefst antiisraelische Anschauungen finden zunehmend die Unterstützung fortschrittlicher intellektueller Gruppierungen. Ernsthafte und nachdenkliche Menschen befürworten und unter...

Artikel-Länge: 4449 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe