12.08.2004 / Ausland / Seite 16

Disproportion

Mexiko: Sozialversicherung vor dem Kollaps – Reform treibt Gewerkschaft auf die Barrikaden

Die mexikanische Sozialversicherungsanstalt IMSS ist hoch verschuldet. Eine neue Tarifstruktur soll Abhilfe schaffen, stößt bei den Gewerkschaften jedoch auf heftigen Widerstand. Während die kürzlich angekündigte Reform die finanziellen Probleme der staatlichen Versicherung kaum lösen kann, steht zugleich ein gigantischer Arbeitskonflikt in Aussicht, denn die Mitarbeiter des Apparates gehören zu den bestbezahlten Beschäftigten des Landes.

Nach dem Willen der Regierung von Präsident Vicente Fox sollen neu eingestellte Mitarbeiter des Instituto Mexicano de SeguroSocial, das rund 360000 Menschen beschäftigt, künftig nicht mehr dieselben Versorgungsleistungen erhalten wie ihre alteingesessenen Kollegen. Wie alle anderen Mexikaner auch sollen sie erst mit 65 Jahren in Rente gehen können und hierfür zudem höhere Beiträge entrichten. Studien hatten ergeben, daß das Sozialversicherungssystem Mexikos kurz vor dem Kollaps steht, was unter anderem auf das extrem ...

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