Gegründet 1947 Mittwoch, 13. November 2019, Nr. 264
Die junge Welt wird von 2220 GenossInnen herausgegeben
12.06.2019 / Feuilleton / Seite 2 (Beilage)

Aufstand gegen die Sprache ...

… die Brutalität verschleiert: Die US-amerikanische Feministin Rebecca Solnit will in ihren Essays »Die Dinge beim Namen nennen«

Isabella Caldart

Erst wenn man die Dinge beim Namen nennt, so Rebecca Solnit, beginne man sich zu befreien. Nicht zuletzt wurde die Märchenheldin in dem Moment von Rumpelstilzchens Erpressung erlöst, als sie seinen wahren Namen aussprach. Zur Verdeutlichung dieser These zählt Solnit in ihrem neuen Essayband, der programmatisch »Die Dinge beim Namen nennen« heißt, Beispiele für »neue Namen, Formulierungen und Redewendungen« auf, die erst vor wenigen Jahren in unseren Sprachgebrauch eingeführt wurden, aber bereits geläufig sind, wie etwa »Cisgender«, »Racial Profiling« oder »das eine Prozent«.

Hierzulande vor allem wegen ihrer feministischen Texte bekannt, erweitert Rebecca Solnit in »Die Dinge beim Namen nennen« ihr Themenspektrum, schreibt über die US-amerikanische Präsidentschaftswahl, Gentrifizierung, Polizeigewalt, Rassismus und die immer noch sichtbaren Spuren der Südstaatenkonföderation. Auch wenn nicht wenige ihrer Analysen von gesellschaftlichen Situationen, Strömu...

Artikel-Länge: 4745 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €