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15.05.2019 / Ausland / Seite 8 (Beilage)

Zweierlei Staatsräson

U-Boote und mehr. Der größte Korruptionsfall in der Geschichte Israels – mit deutscher Beteiligung

Shir Hever

Benjamin Netanjahu wurde am 9. April 2019 erneut zum israelischen Ministerpräsidenten gewählt, obwohl gegen ihn drei Anklagen in drei verschiedenen Korruptionsverfahren anhängig sind. Der zuständige Staatsanwalt Avichai Mandelblit – rein zufällig ein enger Freund des Ministerpräsidenten – hatte zuvor entschieden, in einem vierten Korruptionsfall keine weitere Anklage gegen Netanjahu zu erheben, obwohl dieser Korruptionsfall einen weitaus größeren Umfang hat als die anderen drei. In Israel ist dieser Skandal als »Fall 3.000« oder »Kriegsschiffaffäre« bekannt.

Die Popularität Netanjahus war seit den 1990er Jahren gestiegen, weil er unter den Israelis Angst vor dem großen »Feind« Iran geweckt hatte, einem ehemaligen Verbündeten Israels, der laut Netanjahu die Zerstörung des Staates Israel plane und genauso gefährlich und antisemitisch sei wie Nazideutschland (obwohl die zweitgrößte jüdische Gemeinde im Nahen Osten im Iran lebt). Netanjahu unterstützte den Pl...

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