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15.05.2019 / Ausland / Seite 3 (Beilage)

Sturmreif geschossen

Die palästinensische Befreiungsbewegung hat nicht mehr viele Freunde. Dabei bräuchte sie die dringender denn je

Gerrit Hoekman

Am 14. Mai, dem Tag der israelischen Unabhängigkeit, begann in Tel Aviv der diesjährige Eurovision Song Contest. Interpreten aus ganz Europa treffen sich für vier Tage in der israelischen Hauptstadt zum fröhlichen Gesangswettstreit. Den Palästinensern ist indes weniger zum Feiern zumute. Für sie markiert dieser Tag den Beginn der Nakba, der Katastrophe.

Es liegt nahe, in der Veranstaltung den Anlass für den massiven Raketenangriff der palästinensischen Widerstandsgruppen Hamas und Islamischer Dschihad zu vermuten, der am 4./5. Mai 2019 nach israelischen Angaben mindestens vier Israelis das Leben kostete und mehr als hundert Menschen verletzte.

Tel Aviv, wo bereits die ersten Sänger für den Song Contest probten, sparte der Islamische Dschihad aus. Das müsse aber nicht so bleiben, drohte er. »Es kann nicht sein, dass sie singen und Spaß haben, während wir leiden«, sagte auch ein namentlich nicht genannter Hamas-Führer gegenüber der israelischen Tageszeitung...

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