24.10.2018 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 3 (Beilage)

Hegemonie in der Debatte

Kommerzielle Regelung des Gesundheitswesens absurd. Entsprechende Abwehrkämpfe erfolgreich. Bilanz der »Bewegung« gegen Personalmangel

Susanne Knütter

Gleich nach der Ankunft auf der Station verschafft man sich einen Überblick: »Wie viele Patienten müssen versorgt werden? Wie ist es um die Besetzung der Schicht bestellt? Im nächsten Moment stellt sich die Gewissheit ein, dass die Arbeit nicht zu schaffen ist.« So beginnt ein Arbeitstag in der Regel, berichtete Meike Saerbeck, Intensivkrankenschwester und aktiv beim »Hamburger Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus«, Anfang September bei einer Podiumsdiskussion auf dem UZ-Pressefest in Dortmund. Saerbeck nennt die Zustände an deutschen Krankenhäusern ein Verbrechen.

Marktgerechte Versorgung

Der Personalmangel in deutschen Krankenhäusern, Altenheimen und Pflegeeinrichtungen wird häufig mit einer seit etwa zwei Jahrzehnten stattfindenden betriebswirtschaftlichen Umkrempelung des Gesundheitswesens erklärt. Dass die Unterbesetzung tatsächlich seit den 1950er Jahren ein Dauerthema in der Bundesrepublik ist, zeigt eine gerade erschienene Studie der Hans-Böck...

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