01.09.2018 / Inland / Seite 11 (Beilage)

»Von Deutschland aus nicht möglich«

Rheinmetall liefert über Umwege ganze Rüstungsfabriken in Kriegs- und Krisengebiete. Dagegen regt sich Widerstand. Gespräch mit Heinz D. Kappei

Gitta Düperthal

Rund um den Antikriegstag am 1. September findet ein Friedenscamp in der Nähe des Rheinmetall-Produktionsstandorts Unterlüß in Niedersachsen statt. Für den 2. September ist eine Großdemonstration vor dem Werkstor geplant. Zu welchen Kriegsschauplätzen liefert der Konzern Nachschub?

Rheinmetall verfolgt seit Jahren eine »Internationalisierungsstrategie« – zum Beispiel mit Werken in Österreich, der Schweiz, Südafrika und auf Sardinien. Über diese Umwege liefert der Konzern weiterhin Bomben und komplette Munitionsfabriken – auch in Kriegs- und Krisengebiete im Nahen Osten. Diese Geschäfte wären direkt von Deutschland aus nicht möglich. Die Bundesregierung genehmigt Rüstungsexporte nicht in Länder, »die in bewaffnete Auseinandersetzungen verwickelt sind oder wo eine solche droht«. Von Südafrika aus sind aber inzwischen 32 Produktionsfabriken geliefert worden – nach Saudi-Arabien, in die Vereinigten Arabischen Emirate, nach Ägypten und Singapur. In Katar ist e...

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