15.03.2018 / Feuilleton / Seite 24 (Beilage)

Mach’s besser!

Die Sehnsucht nach dem guten Fußball: Alina Schwermer zeigt, warum aus Fans Vereinseigentümer werden

David Blum

Die Langeweile in den europäischen Topligen, der Vormarsch der Plastikklubs, die zweifelhaften Großsponsoren, die Korruption bei den Megaevents, die irren Ablösesummen, die wahnwitzigen Gehälter, die streikenden Spieler, die Wettskandale, die Dopingvorwürfe – es ist nachvollziehbar, dass sich mehr und mehr Fans vom Profifußball abwenden und eigene Vereine gründen. Doch dass Fanvereine entstehen, um sich der Vermarktung des Sports zu erwehren, verweist die Sportjournalistin Alina Schwermer (Taz, Jungle World) gleich zu Beginn ihres Buches »Wir sind der Verein« ins Reich der Legenden: »Beschwerden über die sogenannte Kommerzialisierung gehören an den meisten Orten zum guten Ton, aber auf den Stadiongang hat das kaum sichtbaren Einfluss. Die meisten Fans scheinen sich weiter gut zu amüsieren. Und die großen Klubs akkumulieren immer mehr Fanmasse. Die Abwanderung in die kleinen Ligen, wo alles gefühlt echter, näher, ursprünglicher ist, fand als größere Bewegu...

Artikel-Länge: 5002 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe