15.03.2018 / Feuilleton / Seite 13 (Beilage)

Sex mit Hitler

Jörg Magenau hat eine Geschichte der »Bestseller« ab 1945 in der Bundesrepublik geschrieben. Hat er auch Zivildienst gemacht?

Christof Meueler

Wenn der Literaturkritiker Jörg Magenau nachts nach dem fünften Bier darüber nachsinnt, was der »absolute Bestseller« sein könnte, dann fällt ihm so etwas ein wie »Sex mit Hitler«. Sex aber läuft gar nicht so gut, wie man meint. Und Hitler? Den kennt man ja schon, aus den Büchern seines Personals und von den Spiegel-Titelgeschichten. Statt dessen hat Magenau eine Geschichte der Bucherfolge in der BRD nach 1945 geschrieben.

heißt schlicht »Bestseller«, und das Cover mit seinem schwarzweißen Bücherstapel sieht aus, als wäre es einem Buchmesse-Plakat entlehnt, vom Betulichkeitsfaktor her wohl eher von der in Frankfurt am Main. Das denken sich Verlage halt so aus. Störender ist der rote Kreis auf dem Cover, eine graphische Anspielung auf das berühmte rote Rechteck »Spiegel- Bestseller«, das auf den Büchern pappt, die in dessen Buchhandelscharts mindestens einmal auftauchten. In dem Kreis steht: »Bücher, die wir liebten – und was sie über uns verraten.«

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