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20.09.2017 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 4 (Beilage)

Als das Kapital schimpfte

Gegen die Einführung der 35-Stunden-Woche stemmen sich die Unternehmer mit aller Kraft. Sie sei »absurd, dumm und töricht«, sagte auch Helmut Kohl. Doch 1984 setzten Gewerkschaften den Einstieg in die Arbeitszeitverkürzung durch

Daniel Behruzi

Es war der wohl wichtigste und auch einer der härtesten Arbeitskämpfe in der Geschichte der alten Bundesrepublik: der Streik um die Einführung der 35-Stunden-Woche in der Metall- und Druckindustrie im Frühjahr 1984. Mit der Forderung nach Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich reagierten die Gewerkschaften auf die steigende Massenarbeitslosigkeit und eine Welle der Rationalisierung infolge technischer Neuerungen. So waren beispielsweise in der Druckindustrie mit der Einführung computergestützter Systeme Zehntausende Jobs vernichtet worden: Binnen elf Jahren ging die Zahl der Beschäftigten von mehr als 203.000 auf 165.000 zurück.

Dennoch war die Idee, die vorhandene Arbeit auf mehr Schultern zu verteilen, im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) keineswegs unumstritten. Lediglich die IG Metall, die IG Druck und Papier, die Gewerkschaft Holz und Kunststoff, die Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen sowie die Deutsche Postgewerkschaft stellten d...

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