14.12.2016 / Inland / Seite 5 (Beilage)

»Im Knast gibt’s wenigstens eine Stunde Hofgang«

Als junger Mann kämpfte er sich aus dem Altenheim – und fürchtet, dass das neue Bundesteilhabegesetz ihm seine Selbstbestimmung wieder nehmen könnte. Ein Gespräch mit Matthias Grombach

Rebecca Maskos

Mit 30 im Altenheim. Für den Dessauer Matthias Grombach war das Realität. Als er 15 Jahre alt war, hatte er einen schweren Unfall, seitdem ist er hochgradig querschnittgelähmt. Dreizehn Jahre pflegten ihn seine Eltern zu Hause, bis es für sie gesundheitlich nicht mehr ging. Der nur als Notlösung gedachte Heimaufenthalt wurde zum Dauerzustand, aus dem Grombach sich erst nach vier Jahren und nur durch einen langwierigen Rechtsstreit befreien konnte. Seit sieben Jahren lebt der 40jährige in seinen eigenen vier Wänden, mit Hilfe sogenannter Persönlicher Assistenten. Als Vorstandsmitglied des Vereins »NITSA – Netzwerk für Inklusion, Teilhabe, Selbstbestimmung und Assistenz« berät er andere behinderte Menschen zum ambulanten Wohnen. Das geplante Bundesteilhabegesetz lässt ihn fürchten, dass er wieder ins Heim muss, und dass es anderen wie ihm ergehen kann. Deshalb engagiert er sich in der Protestbewegung gegen das Gesetz.

Wie sah Ihr Alltag im Heim aus?

Langwei...

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