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17.03.2016 / Feuilleton / Seite 5 (Beilage)

Wunschkind bleiben

Kirsten Achtelik analysiert Konflikte zwischen Feministinnen, Behindertenaktivisten und ­fundamentalistischen Abtreibungsgegnern

Michael Zander

Vorgeburtliche Untersuchungen sind in der Gynäkologie gang und gäbe: Werdende Mütter und Väter möchten wissen, ob mit dem künftigen Kind, auf dessen Geburt sie warten, »alles in Ordnung« ist. Und sie hoffen, dass Pränataldiagnostik (PND) ihre Erwartungen bestätigt. Aber was, wenn die Bestätigung ausbleibt? Wenn ihnen zum Beispiel mitgeteilt wird, es bestehe ein Risiko, dass das Kind das »Down-Syndrom« haben werde? Dann beginnt ein Prozess, an dessen Ende – zum Beispiel im Fall der Trisomie 21 – meist ein Schwangerschaftsabbruch steht. Was für die Betroffenen zunächst ein persönliches Problem ist, ruft politisch verschiedene Positionen auf den Plan: Viele Feministinnen sehen in der PND und dem Abbruch Mittel und Ausdruck der individuellen Selbstbestimmung von Frauen; die Behindertenbewegung hingegen kritisiert diesen Trend häufig als »eugenisch«; und christlich-fundamentalistische Abtreibungsgegner, die sich selber »Lebensschützer« nennen, bedienen sich d...

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