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28.10.2015 / 0 / Seite 8 (Beilage)

Sprache, Werte, Rechte

Was Bildung für junge Geflüchtete in Deutschland bedeutet – und warum Aufklärung über gewerkschaftlich erkämpfte Standards dazugehört

Gitta Düperthal

Gebot der Stunde seien zunächst ein Dach über dem Kopf und die Versorgung, sagt Bernd Hormuth, Bereichsleiter der stationären Jugendhilfe des Internationalen Familienzentrums (IFZ) e. V. In Frankfurt am Main ist er zuständig für junge unbegleitete Flüchtlinge unter 18 Jahren, die dort ankommen. Aus der sechsten Notunterkunft mache er jetzt eine Regeleinrichtung, erklärte er Ende Oktober im Gespräch mit junge Welt. Deutschunterricht gebe es erst nach Wochen, obwohl sich viele sehr interessiert daran zeigten. Alles funktioniere, wie es im September 2013 begonnen habe. Damals habe das Jugendamt angerufen, um schnelle Hilfe gebeten. Er habe ein altes Bürogebäude der Stadt Frankfurt am Main mit Matratzen ausgestattet, die Versorgung der Flüchtlinge organisiert – mit spontan eingesprungenen studentischen Hilfskräften; immerhin mit befristeten Verträgen zum tariflichen Stundensatz von 12,60 Euro oder 13,40, je nach Qualifikation. Bereits vor zwei Jahren sei d...

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