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28.10.2015 / 0 / Seite 2 (Beilage)

Alternativen zum Mainstream

Kritik an den bestehenden Verhältnissen findet sich selten im Lehrplan. Ein Fachbereich in Kassel schert aus, doch vielerorts führt nur die hochschulpolitische Linke Meinungsgegnerschaft ins Feld

Simon Zeise

Über »die Studentenschaft«, schrieb Lenin 1903, sie sei »der am feinsten reagierende Teil der Intelligenz«. Sie heiße »gerade darum Intelligenz, weil sie die Entwicklung der Klasseninteressen und der politischen Gruppierungen in der ganzen Gesellschaft am bewußtesten, am entschiedensten und am genauesten widerspiegelt und zum Ausdruck bringt.« Wagen wir 112 Jahre später einen Blick auf die Universität und schauen wir, wie fein sich die hochschulpolitische Linke gebärdet.

Eine umfassende Kritik an den vorherrschenden Bildungsinhalten formulierte die »kritische Einführungswoche« (siehe unten) an der Universität Leipzig: »Aufgrund der neoliberalen Umstrukturierung der letzten Jahre sind Wissenschaft und Bildung der ökonomischen Verwertbarkeit unterworfen. Kritische Stimmen befinden sich in einer winzigen Minderheit. Die staatliche Finanzierung wird immer häufiger durch ›Drittmittel‹ substituiert, die eine Abhängigkeit von den Interessen der privaten Wirtscha...

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