23.09.2015 / 0 / Seite 5 (Beilage)

Primark stinkt

Der Textildiscounter setzt auf Dauerhetze beim Arbeiten. Auch sonst wird gespart: Das Personal muss Chemieausdünstungen einatmen

Gudrun Giese

Für viele, vor allem junge Menschen sind Filialen des Textildiscounters Primark die reinsten Shopping-Paradiese. T-Shirts, Kleider und Jeans für wenige Euro werden inzwischen in immer mehr deutschen Städten in den Geschäften des irischen Unternehmens angeboten. Viele Kundinnen und Kunden schleppen gleich mehrere der extra großen Papiertüten aus den Läden – prall gefüllt mit Billigklamotten, die oft keine zwei Wäschen überstehen. Doch an der Qualität der erworbenen Kleidung sind Primark-Käufer ebensowenig interessiert wie an den Arbeitsbedingungen des Verkaufspersonals.

Dass es bei manchen Tätigkeiten unangenehm riecht, liegt in der Natur der Sache – etwa bei Jobs in der Abfallentsorgung oder in Klärwerken. Aber im Textileinzelhandel? Dort breiten sich miese Arbeitsbedingungen und schlechte Bezahlung immer weiter aus. Doch von unzumutbarem Gestank bei der Arbeit war bislang nicht oft die Rede. Tatsächlich gehören schlechte Gerüche für viele Beschäft...

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