23.09.2015 / 0 / Seite 11 (Beilage)

Alles dezentral

Bei Lohnverhandlungen springt für die Beschäftigten in der Schweiz nicht viel raus

Johannes Supe

Von der eigenen Bescheidenheit war selbst der oberste Gewerkschafter der Schweiz überrascht. 1,5 Prozent mehr Lohn – pardon: bis zu 1,5 Prozent mehr Lohn verlangen die Beschäftigtenorganisationen für das kommende Jahr. Er könne sich nicht erinnern, je eine Forderung in solcher Tiefe präsentiert zu haben, sagte Paul Rechsteiner, Präsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) während einer Industrietagung in Bern am 11. September.

Noch auf der Veranstaltung protestierte Nick Hayek, Leiter des weltgrößten Uhrenfabrikanten, der Swatch Group. Die Industrie befinde sich in der Krise. Da gehe es nicht an, solche »undifferenzierten Lohnerhöhungen« zu verlangen.

Hayek darf aufatmen. Für die Arbeiter wird es auch in diesem Jahr nicht die volle Höhe des geforderten Betrags geben. 2014 verlangten die Gewerkschaften noch zwei bis 2,5 Prozent mehr Lohn. »Große Teile der Schweizer Wirtschaft laufen rund. Die Firmen präsentieren gute Abschlüsse«, erkl...

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