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05.08.2015 / 0 / Seite 17 (Beilage)

Selbstverwaltet gegen die Krise

Die anarchistische Bewegung in Spanien ist vielfältig. Einig ist man sich darin, die Verhältnisse langsam, von unten und gründlich zu verändern

Carmela Negrete

Erlebt der Anarchismus in Spanien – der Krise sei’s gedankt – eine Renaissance? Darüber gehen die Meinungen selbst unter den Aktivisten auseinander. Für Antonio Pérez Collado, Mitarbeiter in der Presseabteilung der größten anarchosyndikalistischen Gewerkschaft in Spanien, der Confederación General del Trabajo (CGT), hat das anarchistische Lager von den seit der Krise aufkeimenden Protestbewegungen profitiert. »Seit 2008 hat sich die Zahl unserer Mitglieder um 15 Prozent erhöht«, erklärt er im Gespräch mit jW. Absolut betrachtet ist das jedoch ein relativ bescheidener Zuwachs: Noch immer zählt die Gewerkschaft weniger als 100.000 Mitglieder. Gleichwohl konnte sie mittlerweile in Branchen vordringen, in denen sie zuvor nicht organisiert war: in Callcentern, Supermarktketten oder bei den Paketzustellern. Und in der Autobranche ist die CGT nunmehr drittstärkste Kraft, hat gewerkschaftliche Vertreter in Firmen wie Nissan oder Seat.

Für die CGT sei es sehr wich...

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