Gegründet 1947 Mittwoch, 26. Juni 2019, Nr. 145
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10.04.2013 / 0 / Seite 4 (Beilage)

Eine friedliche, solidarische Welt

Utopia oder die Konstruktion des geschichtlich Möglichen

Thomas Metscher

Das Marx-Engelssche Denken ist bekanntlich von Beginn an als antiutopisches Denken konzipiert. Es versteht sich, in Engels’ bekannter Formulierung, als »Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft«, und in der Tat finden sich in ihm, von einigen allerdings sehr gehaltvollen Stichworten abgesehen, keine Ausführungen darüber, wie die nachkapitalistische (also sozialistisch-kommunistische) Gesellschaft aussehen würde. Und auch in dem auf Marx und Engels aufbauenden Denken, das heute unter dem Allerweltstitel »Marxismus« firmiert, gibt es wenig, das von dieser Grundorientierung abgewichen ist. Die große philosophische Ausnahme ist bekanntlich Ernst Bloch, der ausdrücklich versuchte, das utopische Moment unter dem bedeutungsvollen Namen »begriffener Zukünftigkeit« in den Marxismus hineinzuholen; ein wichtiger, weitreichender Beitrag, dessen Leistung und Grenzen nicht mit wenigen Worten abgehandelt werde...

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