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14.03.2013 / 0 / Seite 3 (Beilage)

Zeittotschläger

Wie man eine Kritik über das Buch schreibt, das über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat, ohne es gelesen zu haben

Aléa Torik

Bücher sind ein Problem. Mehr als eins. Erstens sind sie oft unansehnlich. Wir aber kaufen lieber hübsche Dinge, weil wir gewohnt sind, vom Äußeren auf das Innere zu schließen. Zweitens sind sie, wo man Giga- und Terabyte in der Hosentasche herumtragen kann, unhandlich und unnötig schwer; und mitunter sind sie auch noch schwer zu verstehen. Und drittens haben wir heute keine Zeit mehr.

Vielleicht haben wir noch die Zeit, Bücher zu kaufen; aber zum Lesen haben wir die Zeit nicht. Und hätten wir sie, müßten wir feststellen, daß es ein schwieriges Unterfangen ist, ein literarisches Urteilsvermögen herauszubilden: Man braucht dazu jenes gefestigte Verständnis, das man sich durch die Lektüre doch eigentlich erst aneignen wollte.

Da kommt ein Buch wie dieses gerade recht. Das französische Original bedient sich der Frageform: »Comment parler des livres que l’on n’a pas lus?« – eine Formulierung, die die deutsche Übersetzung n...



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