Gegründet 1947 Freitag, 18. Oktober 2019, Nr. 242
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14.03.2013 / 0 / Seite 13 (Beilage)

Mit Ich anfangen

Weil die Wohlfahrt der Macht die Lektüre immer schon übernommen hat, kann es keine Nichtlektüre geben

Peer Schmitt

»Allein der Begriff ›Taschenbuch‹ sagt so gut wie alles: die Kultur in der Tasche. Ein progressiver Mythos. Alle Werke sind erhältlich, zugänglich und, besser noch, unmittelbar die unsrigen, von uns so empfangen, als wären sie von einem schlichten Kontakt bereits verdaut: dem der verstohlenen Geste des Käufers. Dies setzt voraus, daß die Kultur, diese große unpersönliche Macht, als Substitut einer jeden einzelnen Person agiert und als Statthalter einer jeden Person eine langwierige Arbeit der Assimilation verrichtet, die dazu führt, daß die – auf Werte reduzierten – Werke bereits im vorhinein verstanden worden sind, schon gelesen, schon gehört und auf jenen Menschen universeller Auffassungsgabe beschränkt, der wir vorgeblich sein sollen und der wir in Wahrheit notwendigerweise auch sind.«

Maurice Blanchot: L’Amitié (Die Freundschaft)

Ich nehme mir diesen Absatz des von mir nie vollständig...


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