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08.03.2012 / 0 / Seite 6 (Beilage)

»Keine Diäten, keine kosmetischen OPs«

Frauen lassen sich leichter verrückt machen. Durch Leistungsdruck, Kritik, Schönheits- und Jugendwahn. Ein Gespräch mit der Psychologin Roswitha Burgard

Interview: Christiana Puschak

Roswitha Burgard ist eine der ersten feministischen Psychologinnen und Psychotherapeutinnen im deutschsprachigen Raum, die aus Untersuchungen zur weiblichen primären und sekundären Sozialisation die Prädestinierung von Frauen für psychische Störungen ableitete und die Folgen psychischer wie physischer Gewalt von Männern für das weibliche Seelenleben untersuchte. In ihrem erstmals 1977 publizierten Buch »Wie Frauen verrückt gemacht werden« nimmt sie deren Lebensrealität unter die Lupe: Rollenstereotype und weibliche Sozialisation. Letztere fördert bei Frauen »von Natur aus« weibliche Verhaltensweisen wie mangelnde Aggressionsbereitschaft im Sinne von »Sich-nicht-wehren-können«, Hilflosigkeit und Minderwertigkeitsempfinden mit der Tendenz zur Internalisierung bei Kritik (»Schuld« immer bei sich selbst zu suchen), mangelndes Durchsetzungsvermögen, Kompensationsversuche durch Überforderung der eigenen Leistungsf...

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