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28.09.2011 / 0 / Seite 12 (Beilage)

»Die Hurensöhne von der Tea Party«

USA: Folgen der Deindustrialisierung werden durch Fehlen sozialer Sicherungssysteme verschärft. Rechtskonservative wollen deren Reste auch noch schleifen. Von Mirko Knoche, Washington

Mirko Knoche

Amerikas Armut wächst. Die US-Statistikbehörde hat in ihrem Mitte September veröffentlichten Jahresbericht für 2010 festgestellt, daß im letzten Jahr 46,2 Millionen Amerikaner nach offiziellen Kriterien arm waren. Das sind 2,6 Millionen mehr als 2009. Bereits über die letzten vier Jahren ist ihre Gesamtzahl gestiegen, die Armutsrate liegt derzeit bei 15,1 Prozent. Das ist der höchste Wert seit 1993. Die Kinderarmut stieg von 20,7 Prozent im Jahr 2009 auf 22 Prozent.

Dramatisch sind auch die Zahlen zur Gesundheitsversorgung. 49,9 Millionen US-Bürger haben keine Krankenversicherung, das sind 900000 mehr als noch 2009. Arbeiter in Zulieferbetrieben für Ford berichteten gegenüber jW, daß sie keinen finanziellen Schutz bei Krankheit hätten. Lediglich Notfallbehandlungen werden vom Staat übernommen. »Wir tun, was wir können, nur um zu überleben«, beschrieb ein Arbeiter die Situation. Die Jobs sind nicht tarifvertraglich geregelt.

US-Präsident Bara...



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