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28.09.2011 / 0 / Seite 11 (Beilage)

Getrennt marschieren – vereint verlieren

Den französischen Gewerkschaften fehlen zwei Eigenschaften: Solidarität und Durchschlagskraft. Von Hansgeorg Hermann, Paris

Hansgeorg Hermann

Die französischen Gewerkschaften drohen wegen des angekündigten milliardenschweren Kürzungspakets der Regierung mit Protesten und Streiks. In einem Anfang September verbreiteten Aufruf kündigen sie für den 11. Oktober einen gemeinsamen Aktionstag an. Über mögliche Arbeitsniederlegungen werde in den nächsten Wochen entschieden, hieß es.

Präsident Nicolas Sarkozy plant u. a. höhere Alkohol- und Tabaksteuern sowie eine – zumindest unter gesundheitspolitischen Erwägungen ebenso sinnvoll erscheinende – Sonderabgabe auf zuckerhaltige Erfrischungsgetränke. Außerdem ist von einer neuen Steuer für Superreiche die Rede – nach Einschätzung der Gewerkschaften handelt es sich dabei aber um eine rein symbolische Angelegenheit.

Mit ein bißchen Glück sind also wieder Bilder zu erwarten, die das Herz der deutschen Linken höher schlagen lassen. Die französischen Gewerkschafter verkörpern ja all das, was die deutschen gern hätten, weil sie es nicht haben...



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