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28.09.2011 / 0 / Seite 6 (Beilage)

Wieder am Drücker

Die Arbeiterproteste, die über Monate den Mittleren Westen der USA ­erschütterten, konnten die ­gewerkschaftsfeindlichen Gesetze nicht verhindern. Gescheitert sind sie trotzdem nicht. Von Ingar Solty, Toronto

Ingar Solty

Die Welle an massiven Arbeiterprotesten, die zuerst den US-Bundesstaat Wisconsin und danach den Mittleren Westen der USA zwischen Februar und April 2011 erschüttern, kam wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Die Demonstrationen und auch das kämpferische Verhalten der demokratischen Abgeordneten gegen die gewerkschaftsfeindlichen Gesetzte war so unerwartet wie massiv.

Doch sie scheiterten. Die von Wisconsins republikanischem Gouverneur Scott Walker geplante Abschaffung von Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst konnte nicht verhindert werden. Bei den »Rückrufwahlen« im Bundesstaat am 6. September gelang es trotz massiver Mobilisierung nicht, den Republikanern die Mehrheit im Senat streitig zu machen, auch wenn diese zwei Abgeordnete an die Demokraten verloren.

War also Wisconsin 2011 nur ein Sturm im Wasserglas und dazu eine folgenreiche, niederschmetternde Niederlage? Das ist nicht so klar. Denn die Massenproteste haben der extremen Rechten ...



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