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28.09.2011 / 0 / Seite 4 (Beilage)

Interessenkollision am Hafen

Die Kündigungsschutzprozesse der Arbeiter des Bremer Gesamthafenbetriebsvereins und die Gewerkschaften ver.di und contterm. Von Rolf Geffken

Rolf Geffken

Vor zwei Jahren kündigte der Bremer Gesamthafenbetriebsverein (GHB) vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise die Arbeitsverhältnisse von 877 Hafenarbeitern. Es wurden sowohl betriebsbedingte Änderungskündigungen wie auch Beendigungskündigungen ausgesprochen. Die große Mehrzahl der Betroffenen erhob dagegen Klage vor den Arbeitsgerichten Bremen und Bremerhaven.

Beim GHB handelt es sich um eine Art gemeinütziges Unternehmen: Je nach Auftragslage können andere Hafenbetriebe Arbeitskräfte aus einem gemeinsamen Pool anfordern. Die eine Hälfte des Vorstands wird von der Gewerkschaft ver.di, die andere vom Unternehmerverband Bremische Häfen gestellt. Alle Mitarbeiter wurden seinerzeit zu den Tarifen der Entleihbetriebe bezahlt. Der Stundenlohn nach dem Hafentarifvertrag lag bei mindestens 13,11 Euro.

Die weitreichende gewerkschaftliche Mitbestimmung half den Gekündigten aber nicht, im Gegenteil. Vor Ausspruch der Kündigungen hatte der Gesamtbetriebsrat des GHB...



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