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03.08.2011 / 0 / Seite 5 (Beilage)

Schnäppchenparadies Ost

Großinvestoren kaufen in den neuen Bundesländern im großen Stil Ackerland auf. »Alteigentümer« ­bekommen es durch neues Gesetz zu einem Drittel des Verkehrswertes

Jana Frielinghaus

Nach 1990 avancierten die ostdeutschen Agrarbetriebe in der erweiterten BRD zum neuen Feindbild. Offenbar störte vor allem, daß sie, anders als der Rest der Wirtschaft auf früherem DDR-Territorium, überwiegend noch von Ostdeutschen geleitet wurden. Die wurden im Zuge der – meist von den kreditgebenden Banken verordneten – Umwandlung in Kapitalgesellschaften nach und nach auch noch zu Mehrheitseignern. Was im Kapitalismus der übliche Gang der Dinge ist, wurde hier von Medien und Politik mit Verve angeprangert – als böse Bereicherung durch »rote Junker«.

Tatsächlich sind die landwirtschaftlichen Strukturen im Osten infolge zahlreicher Insolvenzen ehemaliger Landwirtschaftlicher Produktionsgenossenschaften (LPG) tendenziell noch großflächiger geworden. Genau das macht sie heute attraktiv für »Investoren« und Anleger. Und so gehören immer mehr Flächen heute eben nicht mehr den »LPG-Kadern«, sondern nation...

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