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03.08.2011 / 0 / Seite 4 (Beilage)

Friesische Schlachten

Die Siege sind lange her. Beim Kampf um die Landbewirtschaftung an der Nordseeküste müssen Bauern immer häufiger Ringelgänsen und anderen Schützlingen weichen

Helmut Höge

Die Friesen sind berühmt für ihre Siege. In einer ihrer Schlachten, bei Hemmingstedt im Jahr 1500, rotteten sie den halben holsteinischen Adel aus. Auf solche Weise übersprangen sie quasi den Feudalismus und blieben frei. »Seltsam nahm sich Friesland unter den deutschen Territorien aus«, schreibt der Groninger Historiker I. H. Gosses (1873–1940): »Kein Graf, keine Lehnsleute, fast keine Ritter, keine Unfreien, keine ummauerten Städte; ein Land freier Bauern.« Noch in den 20er Jahren lehnten sich die Nordfriesen gegen die Besteuerung und Pfändung ihrer Höfe auf, indem sie u.a. Finanzämter in die Luft sprengten. 1933 wurde ihre »Landvolkbewegung« von den Nazis verboten.

Als 2003 wegen des Verdachts auf BSE auch im Nordwesten ganze Rinderherden gekeult werden sollten, blockierten friesische Bauern die Zufahrtswege zu ihren Höfen. Und auf der Eiderstädter Halbinsel leisteten Landwirte zähen Widerstand gegen Naturschü...

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