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03.08.2011 / 0 / Seite 3 (Beilage)

Die gelbe Flut

Sojaanbau in Lateinamerika: Eine Erfolgsgeschichte auf Kosten von Gesundheit und Lebensraum Hunderttausender, von Artenvielfalt und traditioneller Landwirtschaft

Norbert Suchanek

In den 1940er Jahren begann in Lateinamerika ein Entwicklungs- und Kolonialisierungsprozeß, der Millionen Menschen und Dutzende indigene Völker um Boden und Existenz brachte– und eine Handvoll Menschen zu Milliardären machte: die mit staatlichen Geldern finanzierte und mit Hilfe der Wissenschaft vorangetriebene rücksichtslose Umwandlung von traditionellen Landwirtschaften und artenreichen Wald- und Savannengebieten in ein privatisiertes, gelbes Meer von Sojaplantagen.

Das Soja-»Mutterland« in der Region war und ist Brasilien. Nach den USA ist es heute mit 24 Millionen Hektar Anbaufläche der zweitgrößte Sojaproduzent der Welt, gefolgt von Argentinien mit 18 Millionen Hektar. Die Soja-Lobby behauptet hartnäckig, den Monokulturen falle in Brasilien kein Wald zum Opfer. Tatsächlich war der Amazonas-Regenwald durch den Sojaanbau bis vor einigen Jahren noch nicht direkt betroffen. Dafür mußte seit den 1970er Jahren der Cerrado weichen. Mit se...

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