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30.04.2011 / 0 / Seite 12 (Beilage)

Ein Angriff auf alle

Sascha Stanicic analysiert in seinem »Anti-Sarrazin«, wie ein ehemaliger SPD-Spitzen­politiker Chefideologe des neuen Rechtspopulismus wurde

Jörn Boewe

Sich mit Thilo Sarrazins Thesen auseinanderzusetzen, ist zweifellos kein intellektuelles Vergnügen. Angesichts der Tatsache, daß von seinem Buch »Deutschland schafft sich ab« mittlerweile mehr als eine Million Exemplare verkauft wurden, ist die politische Notwendigkeit allerdings evident. Und weil der Gegenstand so degoutant ist, muß man jeden ernsthaften Versuch, der Sarrazinschen Ideologie entgegenzutreten, als verdienstvoll bezeichnen. Sascha Stanicic, Bundessprecher der Sozialistischen Alternative (SAV) und Aktivist der Partei Die Linke, hat jetzt einen »Anti-Sarrazin« veröffentlicht. Das Buch soll »Argumente gegen Rassismus, Islamfeindlichkeit und Kapitalismus« bieten, verspricht der Untertitel.

Nun ist es fraglich, ob es überhaupt angemessen ist, rassistischen und sozialdarwinistischen Provokationen mit rationalen Gegenargumenten beikommen zu wollen. Offenkundig appelliert Sarrazin nicht an die Vernunft, sondern ...

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