Gegründet 1947 Donnerstag, 27. Juni 2019, Nr. 146
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30.04.2011 / 0 / Seite 4 (Beilage)

»Die Unternehmen haben dreißig Jahre Vorsprung«

Deutsche Industrie expandiert in China. DGB hat Entwicklung verschlafen. Chinesische Gewerkschaften stehen einer neuen, kämpferischen Arbeitergeneration fremd gegenüber. Ein Gespräch mit Rolf Geffken

Interview: Jörn Boewe

F: China ist einer der wichtigsten Wirtschaftspartner für die deutsche Industrie. Großkonzerne wie VW, Siemens, Daimler, Bayer, Hoechst haben Produktionsstätten in der Volksrepublik errichtet und planen Erweiterungen – Kraftwerksbau, Automobilindustrie, Maschinenbau sind die wichtigsten Wachstumsbranchen. Wird diese Entwicklung von entsprechenden Kontakten der Gewerkschaften begleitet?

Nein, überhaupt nicht. Die Unternehmen haben 30 Jahre Vorsprung, und es wird immer schwieriger aufzuholen. Zum einen pflegen unsere Gewerkschaftsspitzen aus politischen Gründen keine offiziellen Beziehungen zum chinesischen Dachverband, zum anderen sind selbst auf unterer gewerkschaftlicher Ebene die Kontakte nur sehr sporadisch. Meist kommen sie zustande, wenn bei Betriebsräten deutscher Firmen, die in China aktiv sind, das Interesse wächst, sich mit der dortigen Situation zu befassen. Oder irgendwelche chinesischen Gewerkschaftsdelegationen kommen mehr oder weniger...

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