Gegründet 1947 Dienstag, 25. Juni 2019, Nr. 144
Die junge Welt wird von 2198 GenossInnen herausgegeben
30.04.2011 / 0 / Seite 3 (Beilage)

Der fleißige Mittelbau

Lohndumping und Abzug qualifizierter Beschäftigter: Als letzte EU-Länder öffnen Deutschland und Österreich ihre Grenzen für Arbeitskräfte und Dienstleistungen aus Osteuropa

Johannes Schulten

Seit der EU-Osterweiterung im Jahr 2004 hat die Bundesrepublik alle ihr zur Verfügung stehenden Ausnahmereglungen ausgeschöpft, um die Öffnung ihrer Märkte für Arbeiter und Dienstleitungen aus den neuen osteuropäischen EU-Staaten zu verhindern. Nun sind die Grenzen offen.

Deutschland und Österreich haben als letzte Unionsländer ihre Abschottungspolitik aufgegeben und die sogenannte Arbeitnehmerfreizügigkeit und Dienstleistungsfreiheit umgesetzt. Ab dem 1. Mai dürfen Beschäftigte aus Polen, Tschechien, Ungarn, der Slowakei, Slowenien, Estland, Lettland sowie Litauen legal in beiden Länder arbeiten. In drei Jahren gilt die Regelung auch für die 2006 beigetretenen Bulgaren und Rumänen.

Anders als vor sieben Jahren scheinen die osteuropäischen Nachbarn heute willkommen zu sein. Vielen dürften die Hetzereien gegen vermeintliche Anstürme von »Billigrumänen« (Edmund Stoiber), die »unsere« überforderten Arbeitsmärkte bedrohen, noch im Oh...



Artikel-Länge: 5963 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €