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06.10.2010 / 0 / Seite 12 (Beilage)

Gegen Fühlmale

Hazel Rosenstrauch wettert in ihren Essays gegen eine kaputtritualisierte Erinnerungskultur

Christiana Puschak

Die »unjüdische Jüdin« Hazel Rosenstrauch widmet sich in ihrem Essayband »Juden Narren Deutsche« einem erstarrten, ja verwalteten Gedenken, sei es in Deutschland oder in Österreich. Eindringlich schreibt sie gegen die Macht einer bleiern gewordenen, in Ritualen erschöpften Erinnerungskultur an.

Der Mode, Mahnmale zu errichten, Orte jüdischen Lebens zu markieren, Reisen zum Mitfühlen und Miterleben zu organisieren, begegnet sie mit Unbehagen: »Die Opfer-Täter-Zuordnung … vermeidet … Auseinandersetzungen.« Nicht gegen die Auseinandersetzung mit der deutschen Vergangenheit ist sie, wie sie in ihrem Vorwort schreibt, sondern gegen das Schubladendenken.

Am Beispiel ihrer einst großen Liebe zu einem »schuldgefühligen Deutschen« behandelt sie das Thema Identität und begründet ihre Haltung der Unzugehörigkeit: »Ich bin Jüdin, Österreicherin, E...



Artikel-Länge: 2842 Zeichen

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