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10.02.2010 / 0 / Seite 6 (Beilage)

Die Kamera vor der Kamera

Weder Furcht noch Hoffnung: Das zeitgenössische Kino pflegt ein informiert-ambivalentes Verhältnis zu den Technologien der Überwachung

Benjamin Moldenhauer


Nichts ist furchterregender als eine laufende Kamera, die dich beobachtet«, erklärte Michael Powell, Regisseur der 1960 entstandenen Skopophilie-Studie »Peeping Tom«. In Powells Film tötet ein in seiner Kindheit durch den observierenden Blick seines Vaters traumatisierter junger Mann seine Opfer mit einer auf ein Kamerastativ montierten Klinge. Die Kamera fungiert buchstäblich als Tötungsinstrument, der Mörder ist, wie schon in Hitchcocks »Psycho«, immer der Voyeur. In »Peeping Tom« stirbt buchstäblich, wer in den kalten, aber keineswegs leidenschaftslosen Blick des unbeobachteten Beobachters gerät.

1960 wurde von dem dem Kamera­blick inhärenten Gewaltpotential noch in Form eines Mikrodramas erzählt. Mit der zunehmenden Überwachung des öffentlichen Raums spätestens seit den achtziger Jahren wird die Bühne für derartige Geschichten wesentlich größer. Die ultimative Überwachungsphantasie ist nach wie vor Georg...


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