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25.02.2009 / 0 / Seite 3 (Beilage)

Die Mumifizierung der Hausfrau

»Herdprämie« oder Zentralküche? Die unbezahlte Hausarbeit im Fokus linker feministischer Diskussionen von August Bebel bis Frigga Haug

Cristina Fischer

Wie viele Millionen braver Hausmütterchen verkochen und verscheuern ihren Lebensmut, ihre Rosenwangen und Schelmengrübchen im Dienste der häuslichen Sorgen, bis sie runzlige, vertrocknete, gebrochene Mumien geworden sind. Die ewig neue Frage: ›Was soll heute gekocht werden‹, die immer wiederkehrende Notwendigkeit des Fegens und Klopfens und Bürstens und Abstäubens ist der stetig fallende Tropfen, der langsam, aber sicher, Geist und Körper verzehrt.« Eine beeindruckende Anklage der Hausarbeit! Formuliert hat sie der ehemalige preußische Offizier Gerhard von Amyntor (d.i. Dagobert von Gerhardt) in seinem 1876 erschienenen Buch »Randglossen zum Buche des Lebens«. Der Sozialdemokrat August Bebel zitierte sie in seinem epochalen Werk »Die Frau und der Sozialismus«, das vor 130 Jahren, im Februar 1879, erstmals erschien – und kam dann allerdings zu anderen Schlüssen als der konservative Autor, der den heimischen...

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