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15.10.2008 / 0 / Seite 19 (Beilage)

Psychopathologie des Opfers

Massimo Carlottos großer Roman »Die dunkle Unermeßlichkeit des Todes« ist auch eine Reise in die Biographie des Autors

Ambros Waibel




Komödie« hat Dante seine Reise durchs dreigegliederte Jenseits genannt. Denn nach Hölle und Fegefeuer gelangt der auf Abwege geratene Held schließlich ins Paradies und sieht das erlösende Licht – jedenfalls den der menschlichen Natur zugänglichen Teil. Die Sache fängt also böse an, geht aber gut aus.



Auch der Kriminalroman gehört zur Gattung der Komödie. Am Anfang steht das Verbrechen, die Dunkelheit, und der Fortgang der Handlung ist klassischerweise einer zum Licht, zur Aufklärung eben. Ein Buch mit dem Titel »Die dunkle Unermeßlichkeit des Todes« geht diesen Weg von vornherein nicht mit. Hier scheint Existentielles Thema zu sein, das Bewußtsein der Unwiderrufbarkeit des Todes, welches den Menschen ausmacht und so schöne Dinge wie Katholizismus und Blutrache zur Welt gebracht hat.



Daß der gutsituierte Weinhändler Silvano Contin über den Mord an seiner Frau und seinem kleinen Sohn nicht hinwegkommt und anschließend fünfzehn Jahre lang eine trübe Existenz ...










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