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25.09.2008 / 0 / Seite 6 (Beilage)

Ausgliederung abgelehnt

Physiotherapeuten am Berliner Uniklinikum Charité wehren sich gegen Gründung eines eigenständigen Tochterunternehmens. Sie befürchten Privatisierung

Daniel Behruzi

Mit Ausgliederungen und Privatisierungen versuchen Krankenhausleitungen allerorten, Beschäftigte loszuwerden und Tarife zu unterlaufen. So auch an Europas größtem Uniklinikum, der Berliner Charité. Nach der Teilprivatisierung sämtlicher nicht-medizinischer Dienstleistungen soll jetzt die Physiotherapie an den Standorten Mitte und »Benjamin Franklin« ausgegliedert werden. Die bei ver.di organisierten Beschäftigten betrachten dies als Vorbereitung zum Verkauf und setzen sich zur Wehr.

Mehr als 4500 Angestellte und Patienten haben den Klinikvorstand per Unterschrift aufgefordert, »alle Privatisierungspläne fallenzulassen und die gesamte Physiotherapie als integralen Bestandteil der Krankenversorgung an der Charité in Eigenregie weiterzuführen«. Zwar plant das Management bislang nicht, die Tochter mit 80 Beschäftigten zu verkaufen. Die vorgesehene Rechtsform einer GmbH sehen die Gewerkschafter jedoch als Schritt in Richtung Privatisierung. Zudem habe die vom ...

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