Gegründet 1947 Sa. / So., 20. / 21. April 2019, Nr. 93
Die junge Welt wird von 2181 GenossInnen herausgegeben
23.06.2007 / 0 / Seite 7 (Beilage)

Linke Kapitalisten

Ohne Geld keine Wahrheit: Es dauerte einige Zeit, ehe nach dem Neustart 1995 aus der jW-Genossenschaft das Rückgrat des gesamten Medienprojektes wurde

Klaus Fischer

Als Ende März 1995 die »azzurro Medien GmbH« Insolvenz anmeldete, betraf das auch die Junge Welt. Jene Zeitung, von der auf dem Höhepunkt der Auflage zu DDR-Zeiten täglich mehr als anderthalb Millionen Exemplare gedruckt wurden, schien verdammt, mit ihrem damals herausgebenden Verlag unterzugehen. Fünf Jahre nach der Selbstaufgabe der Ostdeutschen und dem »Beitritt« zum vermeintlich gelobten Land drohte der früheren Jugendzeitung das Aus. Redaktion und Verlagsmitarbeiter erhielten die dürre Mitteilung der damaligen Eigner, daß das Blatt am 6.April letztmalig erscheinen werde.

Doch die junge Welt war längst mehr als ein Stück ambivalenter DDR-Tradition. Spielwiese linker Journalisten aus Ost und zunehmend West mochte man sie nennen können, die richtige »Linie« der Zeitung war allemal Zankapfel. Doch jenseits taktischer Plänkeleien markierte sie den wohl ersten ernstzunehmenden Versuch, konsequent linke Positionen in der konzern- und parteiengeprägten bundes...

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